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Sehenswertes

Das ehemalige Wasserschloss Kobersdorf zählt sowohl durch seine einzigartige Architektur als auch durch die jährlich veranstalteten spektakulären Schlossspielen zu den Attraktionen der Gemeinde, die jährlich Hunderte Besucher anlocken! Ebenso lockt die denkmalgeschützte jüdische Synagoge zahlreiche kulturell Interessierte an und auch das Heimatmuseum und die katholische Kirche begrüßen gerne neugierige Gäste.

Schloss Kobersdorf
Schloss Kobersdorf

Die Entstehung der ehemaligen Wasserburg läßt sich bis in die 20-er Jahre des 13. Jh. zurückverfolgen. Ende des 16. Jh. wurde zum ersten Mal das „neue Schloß“ erwähnt, in dem noch Teile der mittelalterlichen Burg erhalten geblieben waren. An deren Stelle erbaute Franz Graf Kery im 17. Jh. einen Spätrenaissancetrakt. So erweckt heute die gesamte Anlage einen imposanten, geschlossenen Eindruck, der das malerische Aussehen des Schlosses unterstreicht.

Das Schloß wurde von Prof. Bolldorf revitalisiert und dient heute als Ort der kulturellen Begegnung. Neue Besitzerin ist Tochter Fr. Dr. Anna Schlanitz. Um den Tourismus zu beleben, wurden auf Initiative der Gemeinde im Jahr 1972 die Schloßspiele Kobersdorf ins Leben gerufen. Im Jahr 1988 wurde Burgschauspieler Rudolf Buczolich zum künstlerischen Leiter ernannt und propagierte Kobersdorf zum „Komödienzentrum“, wo lebendiges, unterhaltendes, aber auch nachdenklich machendes Theater gespielt werden sollte. Künstlerischer Leiter der Schlossspiele Kobersdorf ist seit 1. Oktober 2003 Schauspieler Wolfgang Böck.

Museum - Das Heimathaus Kobersdorf
Museum

1848 war das heutige Heimathaus noch als herrschaftliches Försterhaus geführt. 1860 kaufte es die Witwe Theresia von Vogel, geb. Fürst und baute mit ihrem zweiten Ehemann, Friedrich von Osiecki, im Jahre 1863 das Haus im Stile eines Laubenhauses um.
Nach deren Ableben erbte die Gemeinde Kobersdorf das Anwesen.

In der Zeit Deutsch-Westungarns wurde das Haus als Zollhaus genutzt. Im Obergeschoss wohnte der Zollamtsleiter mit Familie, im Untergeschoss befand sich Kanzlei und Unterbringung der Zollwachebeamten. Nach Anschluss des Burgenlandes an Österreich (1921) wurde das Haus untervermietet; Gendarmeriebeamter mit Familie, Kindergarten und Gemeindehebamme bewohnten in Folge das Haus bis es durch die Initiative von Herrn Oberschulrat Pogatscher zum Heimathaus wurde, das als kleines Volkskundemuseum seit 1971 geführt wird. Es zeigte vor allem das ländliche Leben mit seinen Zünften, Handwerken, Glaubensrichtungen und Vereinswesen aus den letzten Jahrhunderten.


Der Tourismusverband Kobersdorf unterstütze die Pläne zur Revitalisierung des Heimathauses in Kobersdorf.

Die Fördergelder wurden bewilligt und mit den Bauarbeiten (Trockenlegung, Installation einer Heizung etc.) konnte begonnen werden.


Viele freiwillige Helfer haben 2013 dabei geholfen, das Heimathaus auszuräumen und die vielen Exponate zu inventarisieren.

Das wissenschaftliche Konzept für die Neugestaltung ist in Arbeit und ist sehr vielversprechend.

Nach den Bauarbeiten konnte mit der Einrichtung und Neugestaltung begonnen werden und es ist ein Heimatmuseum der ganz besonderen Art entstanden.


Im Jahr 2014 wurde das Heimathaus schließlich renoviert, restauriert und revitalisiert.

Die Neugestaltung der Exponate wurde von WHR Dr. Josef Tiefenbach betreut. Die Schausammlung präsentiert ein Porträt der Gemeinde, erzählt von ihrer Geschichte und der Geschichte der Ortsteile Kobersdorf, Oberpetersdorf und Lindgraben, aber auch von den Besonderheiten, die die Gemeinde auszeichnen und hervorheben.

Der Herrschaftsgeschichte der ehemaligen Herrschaft Kobersdorf ist ebenso ein eigener Raum gewidmet wie dem Jahrhunderte langen Miteinander einer katholischen, evangelischen und jüdischen Bevölkerung, dem Kobersdorfer Mineralwasser „Waldquelle“ und den Schlossspielen Kobersdorf.

In sechs Räumen wird anhand von über 80 Exponaten und zahlreichen Kartenbildern und Fotos eine Gemeinde vorgestellt, die viele unverwechselbare Besonderheiten aufzuweisen hat und auch touristisch einiges bietet.

Am 14. Mai 2015 wurde das Heimathaus mit einem Festakt feierlich eröffnet.


Von April bis Oktober kann die Schausammlung im Heimathaus gegen Voranmeldung unter +43 660 / 147 19 69 oder an den Vorstellungstagen der Schlossspiele gerne wieder besucht werden.

Ein weiteres Highlight ist die Burgenland Card, mit der Sie einen gratis Eintritt zu unserer Ausstellung erhalten.

Kirchen

Katholische Pfarrkirche Hl. Nikolaus, Kobersdorf

Katholische Pfarrkirche Hl. Nikolaus

Um 1700 war die Kirche mit Schindeln gedeckt und mit einem hölzernen Turm und zwei Glocken ausgestattet. Das jetzige Bauwerk wurde 1728 errichtet. In Höhenlage, von einer Wehrmauer mit Erdschanze umgeben, liegt die dem Hl. Nikolaus geweihte Kirche, ein baroker Bau mit ungegliedertem Nordturm, der einen steinernen Spitzhelm trägt. Der Holzaltar stammt aus der Bauzeit, der Aufbau wurde 1970 als Kopie des zerstörten Originals erneuert. Auch der Taufstein stammt aus dem 18. Jh., er wurde 1956 restauriert.

Evangelische Kirche, Kobersdorf

Evangelische Kirche

Das Gotteshaus steht am Südende des Ortes, es wurde 1785 unter Kaiser Joseph II. als einschiffiger, flach geschlossener Saalbau errichtet und 1856 umgebaut. Es entstand der Ostturm mit achteckigem Obergeschoß und neogotischem Spitzhelm. Altar und Kanzel, in prunkvoller barocker Gestalt aus dem 17 Jh., sind Werke des Tiroler Bildhauers Albin, das Altarbild stammt aus dem Eremitenkloster Wandorf bei Ödenburg und wurde 1786 erworben.

Schlosskapelle, Kobersdorf

Schlosskapelle

Die sogenannte "alte" Kapelle im Schloss gehört zum ältesten Bestand der ehemaligen Wasserburg. Bei der Restaurierung dieser Kapelle, die heute als Sankristei der "neuen" Schlosskapelle dient, kamen wertvolle gotische Fresken zutage, die um das Jahr 1400 datiert wurden. Der aus dem 18. Jh. stammende Marienaltar trägt das Wappen der Familie Esterházy.

Filialkirche Hl. Joseph, Lindgraben

Filialkirche Hl. Joseph

Nach mündlicher Überlieferung soll bereits 1816 eine Kapelle errichtet worden sein, der später ein Turm angebaut wurde. 1926 wurde die Kapelle vergrößert. Chor und Sakristei wurden dazugebaut, der Turm wurde saniert. 1957 wurde vom akademischen Maler Michels aus Oggau das Altargemälde der Heiligen Familie sowie ein neuer Kreuzweg geschaffen. Die dritte Glocke wurde im September 1957 angekauft. Bei der Renovierung 1976 wurde das Altargemälde durch ein Bild des Heiligen Josef von Calasanz ersetzt. Bemerkenswert ist die ebenfalls barocke Schnitzfigur der Madonna aus dem 18. Jh.

Dreifaltigkeitskirche-Trinidadskirche, Oberpetersdorf

Dreifaltigkeitskirche-Trinidadskirche

1655 wurde die aufgelassene Pfarre Oberpetersdorf vom Grundherrn Kery in Kobersdorf errichtet. 1703 gründete man die katholische Pfarre Kobersdorf und Oberpetersdorf wurde zur Filiale. Die Kirche weihte man neu auf St. Johann den Täufer. Im Jahr 1963 wurde die Kirche durch Blitzschlag zerstört; nach Fertigstellung der Renovierungsarbeiten erfolgte im Oktober 1964 die Weihe und Segnung.

1920 errichteten die evangelischen Bewohnern einen hölzernen Glockenstuhl und dieser wurde 1952 durch ein massives Bauwerk ersetzt. 1997 widmete man den Glockenstuhl zu einem historischen Schauraum um. Im Jahr 1971 wurde mit dem Bau eines evangelischen Gemeindezentrums begonnen, womit die Evangelischen ab dieser Zeit auch die langersehnte Kirche erhielten.

Katholische Filialkirche Hl. Johannes d. Täufer, Oberpetersdorf

Katholische Filialkirche Hl. Johannes d. Täufer

Die Romanische Wehrkirche wurde vor 1200 erbaut. Sie ist ein glatt verputzter Rechteckbau, der kleine Dachreiter stammt aus dem Jahr 1963 und hat die Funktion eines Glockenturmes. Über dem Altar befindet sich der Aufbau vom ehemaligen Hochaltar, ein kunstvoll geschnitztes und vergoldetes Werk aus dem 1. Viertel des 18. Jahrhunderts.

Synagoge
Synagoge

Kobersdorf war eine der berühmten jüdischen „Siebengemeinden“. Diesen wurden von der Esterházy’schen Grundherrschaft bereits frühzeitig weitgehende Rechte eingeräumt, sodass sich hier das jüdische Leben zu besonderer Blüte entwickelte.

Die Synagoge in Kobersdorf wurde im Jahr 1860 erbaut. Das Gebäude ist ein schönes und in vieler Hinsicht typisches Beispiel für die Synagogenarchitektur des 19. Jahrhunderts. Der „Verein zur Erhaltung und kulturellen Nutzung der Synagoge Kobersdorf“ erwarb das Gebäude, das heute unter Denkmalschutz steht, von der Israelitischen Kultusgemeinde Wien. Der Verein hat ein Konzept entwickelt, das die Synagoge sowohl als Gedenkstätte und Mahnmal aus auch als Mittelpunkt einer lebenden Institution vorsieht, welche die Aufgabe übernimmt, jüdische Kultur zu fördern und durch eine aktive Bildungsarbeit zum Abbau von Vorurteilen beizutragen.

Jüdischer Friedhof
Jüdischer Friedhof

Die große jüdische Gemeinde von Kobersdorf hat diesen 5.690 m² großen Friedhof um die Mitte des 19. Jahrhunderts angelegt. Insgesamt gibt es 1.200 Gräber, 1940 wurde dieser Friedhof enteignet und der Israelitischen Kultusgemeinde Wien übergeben. Die Pflege erfolgt mit finanzieller Unterstützung der Ortsgemeinde sowie von Burgenländern in den USA durch den „Verein Schalom“.

Offizielle Homepage: www.schalom.at