"Shalom Eisenstadt"

ORF-Burgenland-Filmpräsentation und Konzert des Jüdischen Chores Wien

28. Mai 2017, 11:00 Uhr, Kulturzentrum Eisenstadt

Noch Jahrzehnte nach dem Krieg und oftmals bis zu ihrem Tode wollten Überlebende der Shoa nicht mehr mit jenen Orten zu tun haben, aus denen sie einst vertrieben oder deportiert worden waren. Anders ihre Nachkommen. Die Enkel des Holzhändlers Emanuel Fried gingen im Frühsommer 2016 auf Spurensuche in Frauenkirchen und beteten am Grab der Urgroßeltern das Kaddisch. Die Enkel des letzten Rabbi von Kittsee Jakob Schapira besuchten Kittsee und Bratislava. Die Amerikanerin Celia Wortmann kam in Begleitung ihres Mannes nach Deutschkreutz, weil sie wissen wollte, wie es heute in der Gemeinde aussieht, aus der ihre Mutter als Kind flüchten musste. Und der Jüdische Chor Wien zog gleich als 60-köpfige Gruppe durch das ehemalige jüdische Mattersburg. Die ORF-Redakteure Anton Fennes und Erich Schneller wurden Zeugen dieser emotionalen Annäherungen.

Die Dokumentation am Feiertag "Verlorene Heimat - Eine Annäherung" (Sendetermin: Fronleichnam, 15.06.2017, ORF 2, 17:35 Uhr) wird im Rahmen von "Shalom Eisenstadt" präsentiert. Unter diesem Motto steht die Matinee des Jüdischen Chores Wien am 28. Mai 2017 im Kulturzentrum Eisenstadt.

Der 1989 gegründete Wiener Konzertchor besteht aus jüdischen und nichtjüdischen Sängerinnen und Sängern und hat sich der Pflege des jiddischen Liedguts verschrieben.

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